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DAGG Kongressbericht 2.-4. November 2006, Bonn |
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Das vollständige
Programm zur Ansicht / zum Download
Der diesjährige
Kongress des DAGG Spielräume der Zukunft - Das kreative
Am Donnerstagabend wurde der Kongress durch einen bewegenden und inspirierenden Vortrag von Royston Maldoom über seine Tanzprojekte mit Kindern und Jugendlichen eingeleitet. Die Videoszenen aus Aufführungen mit jugendlichen Gewalttätern in Großbritannien oder Schülern von Berliner Schulen in sog. Problemstadtteilen wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt ebenso wie das anschließende Interview über Maldooms Auffassungen und Erfahrungen mit spezifischen Großgruppenthematiken. Die beiden folgenden Kongresstage waren den thematischen Schwerpunkten
und ähnlichen Themen gewidmet. Resonanz fanden vor allem die Themenangebote zur Schule. Das Kongressziel, den Dialog zwischen Personen, die im Bereich Bildung und Erziehung tätig sind, und den Gruppenfachleuten des DAGG anzuregen, ist u.E. sehr gut gelungen. Das zahlenmäßige Verhältnis von DAGG-TeilnehmerInnen und InteressentInnen von außerhalb betrug 2:1.
Mit insgesamt über 190 BesucherInnen
und mehr als 30 ReferentInnen fand der Kongress eine gute Resonanz. Selbst der Themenblock Jugendverbandsarbeit,
der mangels Interessenten ausfallen musste, hat bei den in der Vorbereitung
beteiligten eine anregende Wirkung und Motivation für weitere Zusammenarbeit
geweckt: Die Erstellung der Präsentationen in den Jugendverbänden
der Videos von Gruppenstunden und Thesen der JugendleiterInnen
zu ihrer Arbeit und Ausbildung sowie das Vorgespräch mit dem Moderator,
Prof. Hermann Steinkamp, hat Reflexionsprozesse über die eigene Art,
mit Gruppen Unter dem Tagesmotto Schulen
im Umbruch zeigte der Bildungsjournalist Stephan Lüke Filme
von Reinhard Kahl über Schulen in Finnland und Schweden und ergänzte
diese durch eigene Erfahrungen und Daten aus der Bildungsforschung. Die
mit diesem Thema verbundenen psycho- und soziodynamischen Kräfte
entfalteten sich unmittelbar im Workshop. In den Diskussionen und Gesprächsrunden
konnte die betroffene Reaktion der anwesenden Lehrerinnen und Lehrer mit
der oft schier unerträglichen Spannung zwischen von hohen Idealen
und Selbst-Ansprüchen einerseits und den realen Arbeits- und Ausbildungsbedingungen
andererseits und deren Steigerung durch den derzeitigen öffentlichen
Druck in Verbindung gebracht werden. Es wurde nur allzu deutlich, dass
eine differenzierte, feinfühlige aber auch langfristig angelegte
Unterstützung der Lehrenden durch Förderung ihrer Gruppenkompetenz,
Schaffen von Reflexionsräumen und Schulentwicklungsmaßnahmen
dringend nötig ist. Fordern und Fördern müsste zuerst den
Lehrenden und dann durch diese vermittelt den Lernenden Ebenso ertragreich war das erstmalige Angebot, die Sektionen mit ihren spezifischen Workshops zum Kongressthema zu präsentieren. Die Besucher von außen wie auch die DAGG-TeilnehmerInnen reagierten jedenfalls auf die thematisch-methodische Vielfalt beim Feedback in der Großgruppe mit entsprechenden differenzierten Stellungnahmen. Diese programmatische Vielfalt und ganzheitliche Anregung hat auch auf den informellen Raum ausgestrahlt. Es entstanden in den Pausen überraschend viele Gelegenheiten, ganz ungezwungen mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen. Die am ersten Abend geschaffene kreative Stimmung zog sich dank der guten Organisation, der ansprechenden Tagungsstätte und einer fulminanten Band auf dem Kongressfest bis zuletzt durch. Fazit: Das Ziel einer Öffnung des DAGG zu Arbeitsfeldern, in denen das Gruppensetting zum Alltag gehört, ist gelungen. In Zukunft wird es bei den Kongressplanungen darauf ankommen, die Zielgruppe in ihren Interessen und Themen möglichst präzise zu erfassen um passgenaue Gruppenantworten entwickeln zu können. Hella Gephart, Bonn
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